Der EROS schlägt die Brücke zwischen Rom und Brüssel
(Zürich Nov.2002)
Bei den Griechen, Etrusker oder Römer
waren erotische Darstellung keineswegs verpönt. Auf zahlreichen
Gemälden, Statuen oder täglichen Gebrauchsgegenständen
wie Oellämpchen oder Teller wurden offen nackte oder sich
liebende Menschen abgebildet. Die Römer gaben Zahlungsmittel
aus, welche die erotischen Vorlieben dieser Zeit darstellten.
Auf einer Vielzahl von Spintrien (heute sehr gesuchte Sammelobjekte)
zeigten die Römer das, was heute nur hinter verschlossenen
Türen geschehen rsp. gezeigt darf. Die Münzen tragen
die römischen Ziffern I bis XVI und werden heute zum Einen
als Eintrittsmarken im Zusammenhang mit den zahlreichen Bordellen
gedeutet; andere Forscher deuten diese eher als Spielmarken.
Beischläge:Wenn früher
in einem Lande eine neue Münzgattung aufkam, die zweckmässig
und beliebt war, machten sich andere Länder dies zu Nutze,
indem sie diese nachahmten. So wurden z.B. der Florentiner Goldgulden,
der Prager Groschen, die deutschen Taler bald von verschiedenen
umliegenden Ländern als ähnliche Stücke geprägt.
Erstreckte sich die Nachahmung bloss auf Schrot und Korn, so
konnte dies akzeptiert werden. Anders war es, wenn von den Münzherren
auch das Sujet mehr oder weniger nachgebildet oder sogar das
Erscheinungsbild komplett übernommen wurde. Diese Beischläge
liessen sich oft nur durch leicht übersehbare Beizeichen
oder Buchstabenvarianten von den echten Ausgaben unterschieden.
Da die meisten Leute zu dieser Zeit nicht lesen konnten, wurden
sie durch solche Münzen mit minderem Metallgehalt betrogen.
Die Ausgabe der neuen Euro Münzen
war der Anlass, das Thema der Beischläge und erotischen
Darstellungen auf Münzen nach 2000 Jahren wieder aufzunehmen.
Um der Gesetzgebung genüge zu leisten, wurde Grösse
und Gestaltung so gewählt, dass der Euro nicht tangiert
wird. Als einfachster Unterschied fällt einem sofort die
hervorragende Prägequalität dieser Bi-Metall Beischläge
auf. Der Satz mit 6 erotischen Darstellungen gelangt im Verhältnis
1:1 zum Euro auf den Markt. Das heisst der empfohlene Verkaufspreis
für den Set mit 6 x 6 Eros ist Euro 36.-.
Erhältlich sind diese Beischläge ab Ende November
bei Münzenhändlern oder direkt via www.eroscoins.com.
Dort findet man ebenfalls Adressen von Wiederverkäufern
und eine Bildfolge der echten römischen Spintrien.